aus der Geschichte

 

Im Oktober 1956 wurde von skilaufbegeisterten Mitgliedern der damaligen SGV-Abteilung Fretter die Ski-Gilde gegründet. Sie war eine in sich abgeschlossene und selbstständige Gruppe innerhalb des SGV und durch diesen dem Westdeutschen Skiverband angeschlossen.

Die Initiatoren waren der damalige Lehrer und spätere Rektor Wilfried Pauli und Hermann Brutscheid. Ihr Ziel war es, das sportliche Angebot innerhalb des Ortes Fretter und auch darüber hinaus zu bereichern. Von nicht gerade wenigen Kritikern wurde der Neugründung nur eine kurze Lebensdauer prophezeit.

Zum 1. Vorsitzenden der Ski-Gilde wurde im Oktober 1956 Wilfried Pauli gewählt, der schon seit 1954 in der Schule in Fretter Schülermeisterschaften im Skilauf durchführte. Die ersten Clubmeisterschaften fanden auf Benders Knapp und rund um den Tittenberg statt. Es folgte die Teilnahme an den Meisterschaften der Ski-Gilden. Da dieser Rahmen aber schon bald zu klein wurde, kündigte der Club die Mitgliedschaft im SGV auf, schloss sich dem Westdeutschen Skiverband an und wurde so ein selbstständiger Skiclub.

Langläufer und Springer nahmen in den nächsten Jahren an den Bezirksmeisterschaften des Bezirks Hochsauerland teil. Die besten Platzierungen erzielten Dirk Heimes und Hermann Brutscheid. Bei Meisterschaften des Westdeutschen Skiverbandes belegte Hermann Brutscheid 1968 den 3. Platz über 15 km und wurde 6. über 30 km. Der größte Erfolg im Skilanglauf war der Sieg über 30 km 1977 von Hermann Brutscheid in Winterberg. Gute Platzierungen bei diesen Veranstaltungen gab es auch von André Heimes, Rudolf Klinkhammer, Ulli Brinkhaus und Günther Klauke. 1970 schrieb die Westfalenpost nach den Ski-Kreismeisterschaften in der Hochburg des Skilanglaufes Oberhundem von einem sensationellen Einbruch der Fretteraner Langläufer in die Domäne der Oberhundemer. Nach der Neugliederung der Kreise nahmen Läufer des SC Fretter selbstverständlich auch an den Ski-Kreismeisterschaften des Kreises Olpe teil und belegten mehrere erste Plätze.

Durch die schlechten Schneeverhältnisse in den nächsten Jahren bildete sich innerhalb des Clubs eine starke Leichtathletikabteilung. Diese machte 1967 die Mitgliedschaft im Westfälischen Fußball- und Leichtathletikverband (FLVW) nötig. In den folgenden Jahren nahmen Läuferinnen und Läufer mit Erfolg an den Westfälischen, Westdeutschen, Deutschen, ja sogar Weltmeisterschaften teil. Die bekanntesten und erfolgreichsten Leichtathleten waren bis 1985 die drei Brüder Heimes (Dirk, Peter und André), Christian Rademacher, Andreas Müller und Hermann Brutscheid bei den Männern sowie Elke Bitter, Barbara Schmidt, Jutta Bremer und Petra Knebel bei der weiblichen Jugend. Durch ihre guten und hervorragenden Leistungen haben Sportlerinnen und Sportler den Namen des Skiclubs Fretter weit über die Kreisgrenzen und Westfalen hinaus bekannt gemacht.

Regen Zuspruch und viel Anteilnahme fanden auch die Sommerveranstaltungen, wie zum Beispiel das Wandern für Jedermann, die zur Tradition gewordene Wanderung in den Mai und die monatlichen Halbtagswanderungen.

In den 60 Jahren seines Bestehens ist der Skiclub zu einem festen Bestandteil des Vereinslebens in Fretter geworden. Vorsitzende waren in diesen Jahren: Wilfried Pauli, Franz Wilmesmeier, Hermann Brutscheid, Heinz-Josef Bitter, Wolfgang Neuhäuser und aktuell Stefan Kramer.

Doch nicht nur Skilauf und Leichtathletik hat sich der Skiclub auf seine Fahne geschrieben. Seit den 1990er Jahren gehören dem Verein auch eine Tennisabteilung sowie Prinzen- und Funkengarde an. Als neueste Gruppe sind die Mountainbiker im Namen des Skiclubs unterwegs.